Tobi in Pune (Indien)
Dienstag, 27. Mai 2008
Die ersten Tage in Indien
Hinreise

Der Flug hinzu über Dubai war wieder aufregend. Dubai war relativ easy, hatte nur zwei bis drei Diskussionen mit der Security und dem Bodenpersonal. Doch beim Weiterflug mit der sehr vertraulichen Airline Air India wurde es interessant. Der Flug wurde aufgrund technischer Probleme mit ursprünglichem Ziel Pune nach Bombay umgeleitet. Ich hatte erst gedacht, ich hätte es nicht richtig verstanden, doch als kurz nach dem Landen die Feuerwehr und einige andere Fahrzeuge zu unserem Flieger fuhren, war klar ich hat alles verstanden. Auf einmal war ich ganz blass um die Nase und war einfach geschockt! Es war zwar keine Notlandung, aber für meinen Geschmack hatte es absolut gereicht.
Nachdem dies nun verdaut war, fingen jetzt die Probleme erst an und stellte es sich mir eine wesentliche Frage:
Wie komme ich nach Pune?

Nach einer halben Stunde im Flieger hat uns die Fluggesellschaft dann mitgeteilt, dass wir mit Autos nach Pune gebracht werden sollen.
Mal schauen, ob das klappt. Also Gepäck geschnappt und dann ganz frech am Zoll Scanner vorbeigegangen und behauptet, ich hätte nix zu verzollen (obwohl ich zwei zu verzollende Notebooks dabei hatte). Zollbeamte hat mir dann nach einem intensiven Gespräch geglaubt und ich war durch. Viel Geld gespart!
Nun wurde auf dem Parkplatz vor dem Airport kräftig diskutiert, wie man denn alle (ca 50 Leute) in welches Auto setzt und wohin bringt!!.....
Ich habe mich dazugestellt und so gemacht als ob ich was verstehe. Aber eigentlich habe ich die Dinge auf mich zu kommen lassen. -… PATIENCE..
Und siehe da nach einer Stunde kam ein indischer Geschäftsmann auf mich zu und fragte, wohin ich denn hin will. Ich sagte mein Hotel und er lud mich ein bei ihm mitzufahren. Den Rest hat er organisiert. Und das ist typisch Indien, es dauert zwar manches sehr lange aber hilfsbereit und freundlich sind die meisten Inder. Andererseits ich hatte wohl auch sehr verloren ausgesehen ;-)

Nun gut nach 4 ½ Stunden Fahrt zu viert im Auto und nach einem Aufenthalt im Rasthof waren wir um 9Uhr abends in Pune! Ich bin dann nur noch todmüde ins bett gefallen, kein Wunder nach 24 Stunden Reisezeit! Letztendlich zählt nur eins: Ich war da!!!.

Wohnung

Am nächsten Tag war dann die erste Besichtigung meines Appartement angesagt.
Sensationell war dass mein Fahrer wirklich am Hotel war und mich pünktlich abgeholt!!!! Respekt! Schon lernt man die Kleinigkeiten zu schätzen.
Das Appartment ist in einer Society, die bewacht wird. Meine Wohnung ist im 10. Stock. Sie ist vorab möbiliert und hat runde 140 m². Zu dieser Siedkung gehört ein Fitness- Center und ein Swimmingpool.

Nach der ersten Begutachtung galt es nun die Mängelliste zu schreiben schreiben.
Und die Liste war lang: tropfende Wasserhähne, kein Strom auf Steckdosen, kein Telefon, kein TV, kein Internet, Waschmaschine nicht angeschlossen, viel zu tief hängende Spiegel (halt für kleine Inder) und so weiter und so weiter...
Ich lernte dort auch mein Hausverwalter kennen. Er heisst und ist meine erste Kontakt Person, wenn ich irgendwie Probleme haben sollte. Er spricht fliessend Englisch und hat die entsprechende Connections.
Abends traf ich mich mit meinem Kollegen Oliver zum Essen und ein paar Bier, denn der Tag war auch schon rum und morgen war Beaufsichtigung von dem Abarbeiten der Mängelliste vorgesehn.
Aber was soll man beaufsichtigen, wenn niemand kommt Also wieder……PATIENCE

Dann nach langem Warten hat mein Hausverwalter Soman auch noch die eine oder andere Sache organisiert. Aber das wichtigste, das Telefon ging immer noch nicht und wird auch noch lange brauchen, denn ich hatte angeblich meine Rechnung nicht gezahlt. Ist ja auch logisch, denn ich hatte ja auch noch nicht dort gewohnt und wer hat gottverdammt für 10 Euro telefoniert???

Sei es drum, erstmal abends wieder großkotzig zu zweit essen und Bier trinken gegangen! 15 Euro pro Nase auf den Putz gehauen!!!

Am Samstag bin ich dann trotz vorhandener Mänge vom Hotel umgezogen und welch Wunder: Nix war erledigt, zumindestens der TV- Mann, der Waschmaschinen-Inder, die Putzfrau und einige anderen sollten heute kommen.
Mit meinen zwei Koffern und denn paar Möbeln war es ziemlich leer. Doch zum Glück war meine Luftfracht schon da, also hatte ich zumindestens ein Schlafsack. Den Rest wie Lebensmittel und den absolut notwendigen Hausrat bin ich dann einkaufen gegangen.
Am Abend waren die nötigen Sachen besorgt. Die Mikrowelle und der Herd liefen, es war alles für indische Verhältnisse geputzt. Der erste Schritt war getan. Grund genug den Whiskey aus dem Duty Free Shop zu testen.....


Arbeit

Am Freitag den 16.6. war mein erster Arbeitstag in Indien. Bin pünktlich von Santosh, meinem Fahrer, abgeholt worden und es ging los. Man braucht bei guten Verkehrsbedingungen rund eine Stunde zum GM Werk. Dies liegt im Distrikt Talegaon. Dort ist ein wenig hügelig, aber auch schön windig. Somit ist die Hitze vonmindesten 35 Grad gut auszuhalten. Ich wurde auch herzlichst von meinem neuen Chef begrüsst: "Wie gehts, wir müssen über das Projekt Timing reden." Yes, welcome to GM India!!!
Na denn, hab mir dann ein Platz gesucht, der nicht im ständigen Zug der Klimaanlage ist und stellte mich dann meinen neuen Kollegen vor. Ich hatte auch kurze Zeit später dann meine erste Telefonkonferenz mit irgendwelchen Schlitzaugen von Korea, China oder was weiss ich. Zum Lunch stand die erste große Herausforderung an: Die Kantine. Das Essen ist für umsonst und ist immer vegetarisch, soll heißen Reis mit Pampe. Liebevoll auf Blechtabletten serviert und ist höchsten lauwarm. Wenn das mal gut geht, die Immodium akut habe ich dabei. Bloss nicht den Salat essen und das Wasser aus den Krügen auf den Tischen trinken. Sonst heisst es bald Attacke und schnell auf den Klo rennen.
Letztentlich scheint alles gut zu gehen und es schmeckt nicht schlecht.
Ich hab den Rest des Tages verbracht noch irgendwelche Administrative Dinge zu erledigen. Wie zum Beispiel Uniform bestellen, Computer abholen und beim Personalbüro anmelden. Thema Uniform ist noch witzig, man bekommt nur den Stoff gestellt und dann muss man zum Schneider und es sich anfertigen lassen. Das wird noch lustig.
Tag war dann um 18 Uhr zu Ende und nun dauert es mindestens doppeltt solange wieder nach Hause zu kommen. Scheisse! Erst um kurz nach 20 Uhr daheim gewesen.

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Letzte Aktualisierung: 2008.12.14, 12:22
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