| Tobi in Pune (Indien) |
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Freitag, 25. Juli 2008
Part 3
kidding74, 20:42h
Wohnung
Meine Seefracht ist angekommen. Trotz Stromausfall und mit der Hilfe von sechs Männern, war mein ganzes Zeug innerhalb von drei Stunden ausgepackt. Gut, ich gebe zu, dass ich auch nicht soviel mitgenommen habe. Genau 34 Kisten haben gut den Weg von La nach Pune überstanden. Jetzt wird alles angeschlossen und schön eingeräumt und dann hoffe ich, dass ich mich ein wenig heimischer fühle. Mein Bett ist auch noch heil, also steht nichts mehr im Wege,die erste Nacht in Indien im eigenen Bett zu schlafen. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass die elektrischen Fehler, die auf der Mängelliste von Anfang an standen, noch immer nicht erledigt sind…. ARBEIT Am letzten Wochenende habe ich meine erste Dienstreise von Pune gestartet. Es ging nach Chennai, um wie schon erwähnt Bewerbungsgespräche zu führen. Flug war ohne besondere Vorkommnisse, aber als ich dann aus dem Flieger gestiegen, wusste ich den Begriff Glutofen besser zu verstehen. Also man kann sich auch einfach in einen 60 Grad vorgeheizten Umluftbackofen setzen und dann weiß man wie es sich anfühlt. Falls man Brillenträger ist, kennt man das Gefühl von angelaufenen Brillengläsern, wenn man im Winter von draußen ins Warme geht. Aber das mir dies in Chennai auch passiert, damit habe ich nicht gerechnet. Nur das es da umgekehrt war, denn wenn man von den Klimaräumen nach draußen geht, dann stand ich im Nebel. Sagenhaft! Nun gut diese Interviews waren ein Flop auf ganzer Linie. Es waren nur wenige Leute da gewesen und diese waren auch nicht geeignet für unseren Zweck. Die Gespräche wurden in einem College abgehalten, die „Seminarräume „ hatte keine Fenster und ein Ventilator pro Raum war das höchste der Gefühle. Ich, mal wieder als einziger Mitteleuropäer hatte nun bei diesen Wetterverhältnissen meinen größten Spaß. Soll heißen der Herr Axel Schweiß hat mich nicht nur besucht, sondern komplett den ganzen Tag umzingelt. Im Bezug auf Klima gibt es beim Vergleich Chennai / Pune nur eins zu sagen: I love Pune! Es gab aber auch positives zu berichten, das Hotel war top und das Essen in den Restaurants war auch fantastisch. Von daher konnte es man aushalten. Mit meinen Kollegen habe ich die Halbfinalspiele der IBL im Cricket angeschaut und ich meine nun, zumindest Bruchteile dieses merkwürdigen Spiels zu verstehen. Am Ende meiner Zeit hier in Indien werde ich wohl Experte sein, kein Wunder es läuft ja fast nix anderes in der Glotze. Aufgrund des „riesigen“ Erfolgs in Chennai habe ich dann kurzfristig mein Flug umgebucht und war dann Sonntag abends schon wieder in meinem „geliebten“ Pune. Welch angenehme Temperaturen, nur 36 Grad und ein kleiner Wind. Herrlich! Ansonsten waren die letzten Wochen relativ ruhig, denn alle meine Chefs sind auf Business Trip. Am Ende waren nur zwei ISP im Büro. Der Rest meiner indischen Kollegen hat mich in Ruhe gelassen und ich konnte endlich alle meine Mails lesen und teilweise beantworten. Ein Schmankerl habe ich aber noch: Da ich ja in einer amerikanische Firma arbeite und es in Indien sowieso die Regel ist, Uniformen zu tragen, bin ich auch angehalten worden, meine Uniform abzuholen. Also los und das Zeug abholen, bin gespannt, ob das mir passt, denn die indische Einheitsgröße hab ich nicht ganz! In der „Einkleidungskammer“ wurde ich mal wieder überrascht, denn das Problem mit falscher Größe bestand nicht, denn , welch Surprise, man bekommt nur den Stoff ausgehändigt und eine Anleitung wie es auszusehen hat. Natürlich war die Verwunderung bei mir sehr groß und nun galt es eine neue Aufgabe zu meistern: Einen Schneider zu finden, der mich versteht und mir dann meine Uniform schneidert. Es ist aber auch alles so kompliziert hier in dem Laden… Nach einigen Tage und etlichen Diskussion mit meinen Kollegen habe ich einen Schneider gefunden, der mir das Zeug zu einem akzeptablen Preis anfertigt (3 Sets mit Hemd und Hose für 20 Euro). Ich sehe zwar jetzt mit der Uniform bescheuert aus, aber morgens stellt sich nun nicht mehr die Frage, was ich anziehen soll. Weiterhin habe ich mich bei der Arbeit meine Fähigkeiten als Reiseverkehrskaufmann verbessert, denn ich darf nun für Zwei Wochen nach Deutschland zurück und von dort aus nach Japan für auch zwei Wochen. Da man sich ja um alles selbst kümmern muss, kenne ich nun alle mögliche Flugrouten von Deutschland nach Japan, intern in Japan und dann zurück nach Indien. Man lernt nie aus. Doch das nehme ich gerne für zwei Wochen Heimaturlaub während der EM in Kauf. Übrigens ich habe alle Spiele der Deutschen live gesehen, auch wenn sie nicht sehenswert waren. Dank sei dem JUMBO Sport Package bei meinem Kabelfernsehanbieter Tata Sky… ;-) TRIP Sonntag den 13. Juni Ich habe gemeinsam mit meinem Fahrer den ersten Ausflug gestartet. Wir sind zu einem Buddha Tempel bzw. einer alten Begräbnisstelle gefahren. Ist nur 1 ½ Fahrstunden von Pune entfernt. Dieser Tempel liegt auf einem Hügel und man muss einen mehr oder weniger befestigten Weg hoch wandern. Auf dem Weg dorthin gab es Krebse zu sehen und Santosh meinte diese wäre eine Delikatesse in Indien. Oben angekommen war die Aussicht sehenswert , denn zum ersten Mal habe ich einen bewölkten Himmel in Indien gesehen (siehe Bilder) Auf dem Rückweg hatten wir einen Stopp bei einer indischen Raststätte gemacht und ich kam in den Genuss von indischem Fastfood. Den Namen der Speisen konnte ich mir nicht merken, irgendetwas mit frittierten Kartoffelbrei und Kräutern aller Art. War lecker und ein wenig spicy, aber ich hab es gut vertragen. Auch wenn die hygienische Verhältnisse der Küche nicht ganz dem deutschen Standard entsprachen. Ich muss nicht erwähnen, dass ich als Bleichgesicht unter ständiger Beobachtung der ganzen Besucher beim gesamten Essen stand. NEWS Der Monsun hat begonnen. Nach ein paar kurzen aber sehr heftigen Vor- Monsun Regenfällen hat am Samstag der 7. Juni die Regenzeit in Pune begonnen. Auf den ersten Blick hat man nun deutsches Wetter hier, doch es sind im Durchschnitt ein paar Grad wärmer. Ist aber angenehm! Man stellt fest, wie die Landschaft innerhalb kürzester Zeit ihre Farbe von braun zu grün wechselt. Meine Kollegen hatten jetzt gemeint , dass nun die ganzen Schlangen von den Bergen in die Täler kommen, da sie das Wasser nicht so mögen. OK, dachte ich mir, sie wollen mal wieder den Deutschen auf den Arm nehmen. Doch ich habe mich getäuscht, denn schon einen Tag später, habe ich vom Auto aus meine erste Schlange gesehen. Und ich meine Schlange, nicht irgendeine Blinschleiche. 2m lang war sie und sah sehr giftig aus. Logische Schlussfolgerung: Nur noch hohe Schuhe und keine Schritt mehr abseits von nicht befestigten Wegen. Wie schon oben erwähnt bin jetzt ich 4 Wochen unterwegs (Deutschland, Japan) und danach werde ich mich mal wieder mit einem neuen Blogeintrag melden. ... link (0 Kommentare) ... comment |
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Letzte Aktualisierung: 2008.12.14, 12:22 status
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